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BauschuttentsorgungenBauschuttentsorgungen MemmingenMemmingen 1945 bis heuteSeit dem Zweiten Weltkrieg ist Memmingen eine prosperierende Stadt, deren Wirtschaftswachstum über dem bayerischen Durchschnitt liegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Stadtrat überlegt, ob der Stadtbach abgedeckt werden sollte, wodurch ein Straßenring entstanden wäre, der die damalige Bundesstraße entlastet hätte. Zum Glück für die Stadt und den Fischertag wurde dieser Gedanke nach ca. vierjähriger Beratungszeit wieder verworfen. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in Memmingen erstmals und bisher letztmalig eine Bundesstraße direkt als Fußgängerzone ausgewiesen. In den 1990er Jahren rückte Memmingen durch den bundesweit größten Abtreibungsprozess gegen einen örtlichen Arzt noch einmal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit (auch bekannt als der Kreuzzug von Memmingen). Ausgangspunkt dieser Prozesse war die Durchführung von Abtreibungen ohne die gesetzliche notwendige Beratung der Frauen. Der Arzt ignorierte dieses Gesetz und Frauen glaubten, dass seine Beratung ausreiche. Unkenntnis und blindes Vertrauen führten so zu ungezählten Verurteilungen in den sogenannten Memminger Prozessen. 1993 wurde die Stadt zum Oberzentrum aufgestuft. Im Jahr 2000 fand die Landesgartenschau in Memmingen statt. Aus einem bis dahin brachliegenden Bereich kurz vor der Altstadt wurde dadurch ein bis heute für Veranstaltungen genutzter Naherholungsbereich. Diese Landesgartenschau war bis dahin die erfolgreichste, was sich auch in der Bilanz niederschlug: Über 1,2 Millionen Besucher sorgten am Schluss für ein Plus in der Gesamtbilanz. Ein weiteres Großereignis fand im Jahr 2000 in der Maustadt statt. Der damalige Bundespräsident Johannes Rau besuchte die Stadt anlässlich der Feier zu 475 Jahre seit der Verkündigung der 12 Bauernartikel, wobei ein Festgottesdienst in St. Martin und eine Nachspielung der Verkündigung der Artikel auf dem Marktplatz das Festprogramm abrundeten. 2001 wurde der neue Bahnhof eingeweiht. Die Deutsche Bahn AG erprobte hier eine neuartige Modulbauweise. Durch die doch relativ hohe Kosten, welche diese Bauweise erforderte, wird Memmingen wohl die einzige Stadt mit diesen Modulen bleiben. 2004 erhielt die Stadt den Bayerischen Qualitätspreis als wirtschaftsfreundlichste Gemeinde Bayerns. Im Jahr 2005 verlieh die Stadt erstmals den Memminger Freiheitspreis von 1525. Überreicht hat diesen der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse an Gyula Horn. Dieser Preis soll in Zukunft unregelmäßig an bedeutende Personen, die sich um Freiheitsrechte verdient gemacht haben, verliehen werden. 2007 wurde die Umgestaltung der Maximilianstraße abgeschlossen, die sich wieder zu der Flaniermeile entwickelt, die sie früher war. Weitere Umgestaltungsmaßnahmen hat der Stadtrat bereits mit dem Weinmarkt und dem Schrannenplatz beschlossen. Ebenfalls 2007 startete der Linienflugverkehr auf dem Allgäu Airport Memmingen, der zwar auf dem Gebiet der Gemeinde Memmingerberg liegt, jedoch für die Stadt von großer Bedeutung ist. Am 26. Juli 2007 wurde die neue Memminger Fußballarena feierlich eingeweiht. Für vier Millionen Euro entstand eine für die Bayernliga wohl einzigartige Sportinfrastruktur. Ebenfalls erhielt die Stadt im Juli den Stadtmarktingpreis Bayern in ihrer Kategorie. |
Memmingen FrühgeschichteVermutlich befand sich hier schon in der Römerzeit ein kleiner Wacht- und Siedlungsposten (Cassiliacum oder Viaca). Reste davon finden sich unter der St. Martinskirche und dem Antonierkloster. Ob nach Abzug der Römer direkt ein neuer „Herr" die Siedlung übernahm, kann nicht gesagt werden. Die patronymischen Ortsnamen (zu denen Memmingen zählt) wurden etwa vom 5.–8. Jahrhundert gebildet. In den Jahren 150–500 n. Chr. kann daher sehr wenig zu der Besiedelung der Fluren gesagt werden. Es finden sich lediglich ein paar Gräber im Bereich des heutigen Amendingens und Besiedelungsspuren im Bereich Ferthofen an der Iller. Da der Bereich des Klosters St. Gallen kurz vor Memmingen endete, müssen vor allem Unterlagen über die Fluren im Kloster Augsburg vorhanden gewesen sein. Durch durch die relativ häufige Zerstörung der Augsburger Bibliothek gingen hierüber einzigartige, unwiederbringlich Dokumente allerdings verloren. Aufgrund der Endung -ingen, welche zur ersten Schicht der Ortsnamen in Schwaben gehören, kann allerdings von einer Namensgebung um das 4.–5. Jahrhundert ausgegangen werden. Dadurch ist relativ sicher, dass im 5. Jahrhundert eine alemannische Siedlung gegründet wurde. Der Namensgeber, der Alemanne Mammo war Namensgeber für viele Siedlungen (unter anderem Hohenmemmingen, Mammendorf und Mamming). Ab dem 7. Jahrhundert wird ein fränkischer Königshof vermutet. Die erste Kirche muss um eben diesen Zeitpunkt erbaut worden sein. Zumindest findet sich unter der Frauenkirche Reste romanischen bzw. frühromanischen Baustils. Der Name Memmingens ist vermutlich auf einen Königshof bei der Siedlung des Mammo zurückzuführen. Im Laufe der Zeit verschwand dann nach und nach die Siedlung und nur der Name blieb bestehen. Man geht davon aus, dass sich die Siedlung des Mammo am heutigen Autobahnkreuz befunden hat, der Königshof entstand vermutlich an der Stelle des heutigen Stadtkerns. 1990 wurde bei Notgrabungen lediglich bis zum Bereich der Elefantenapotheke Reste von Asche gefunden. Diese stammen vermutlich von dem Angriff und der Einäscherung Memmingens durch Friedrich II. von Schwaben im Jahre 1130. |
MemmingenGrundsätzliches zur kreisfreien Stadt in Schwaben
Memmingen ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Sie dient als zentral gelegenes Oberzentrum und als Schul-, Verwaltungs- und Handelszentrum in der Region Donau-Iller. Das Stadtgebiet grenzt im Westen an die Iller, den Grenzfluss zu Baden-Württemberg und ist nach Norden, Osten und Süden umgeben vom Landkreis Unterallgäu. |
BauschuttAuf einer Baustelle fällt Bauschutt beim Neubau, Ausbau und beim Abbruch an. Mit dem Begriff werden Aushub und Baumaterialien wie z. B. Beton, Dämmstoffe, Fliesen, Kunststoff- oder Metallreste bzw. -schrott bezeichnet. In spezialisierten Unternehmen wird der Bauschutt aufbereitet und teilweise als Recyclingprodukt weiterverkauft. Materialien wie Beton, Ziegel und Fliesen können in Brechanlagen zu Recyclingbeton oder Material für den Straßen- und Wegebau werden. Ebenfalls gibt es Spezialanlagen zur Aufbereitung von Asphalt zu Asphaltgranulat, das zum Teil als Beigabe wieder im Straßenbau Verwendung findet. |
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