Backenbrecher werden zur Grob- und Vorzerkleinerung von spröden, mittelharten und harten Materialien eingesetzt. Ihr Name leitet sich aus den für die Zerkleinerung notwendigen Brechbacken ab.
Arbeitsprinzip von Backenbrechern
Das Brechgut gelangt von einem Trichter über die integrierte Vibrorinne
in den Brechraum. Dabei hat die Vibrorinne meist einen sogennanten "Grizzlyrost" zur Vorabsiebung, über den das Feinmaterial vor dem Brecher über ein Seitenaustragsband ausgeschieden wird oder über einen Schacht hinter dem Brecher wieder auf das Hauptaustragsband gelangt, und mit dem gebrochenen Material ausgetragen wird.
Die Zerkleinerung erfolgt dann in dem keilförmigen Schacht zwischen der festen und der von einer Exzenterwelle bewegten Brechbacke. Durch den elliptischen Bewegungsablauf wird das Brechgut zerdrückt und nach unten befördert. Sobald das Material feiner ist als der eingestellte Mindestabstand zwischen den Brechbacken, fällt es auf das darunterliegende Audtragsband. Als Bauformen sind die am Markt vorherrschenden Einschwingen-Backenbrecher und Doppelkniehebel-Backenbrecher bekannt.
Ausführungen von Backenbrechern
Backenbrecher gibt es sowohl als mobile als auch als stationäre Geräte. Zusätzlich können sie als Online-Gerät in die Produktionsreihe eingebunden werden. Sie unterscheiden sich somit stark in der Größe und auch in ihren Einsatzgebieten.
Einsatz in der Industrie
Im großindustriellen Maßstab werden Backenbrecher bei der Aufbereitung mineralischer Rohstoffe, wie z. B. Eisenerz, in Steinbrüchen oder zur Zerkleinerung von Boden- und Gesteinsproben hauptsächlich als Primärbrecherstufe eingesetzt. Mit einer Einlauföffnung von bis zu 2 m wird das Gestein auf ca. 0-450mm Kantenlänge aufgebrochen. Diese Zerkleinerung kann als erste Stufe der Aufbereitung von Rohstoffen im Bergbau angesehen werden.
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